Zwangsvereinigung “… es bleibt uns ja nischt Walter Ulbricht.“

Theater / Tanz / Kabarett , Lesung / Vortrag
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p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension

Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße präsentiert am 28. April um 18 Uhr in Kooperation mit dem theater 89, dem Brandenburger Forum für Sozial- und Demokratiegeschichte e.V. und der Historischen Kommission der SPD Brandenburg das Theaterstück über die Bildung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) aus der zwangsweisen Vereinigung von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Diese fand auf dem "Vereinigungsparteitag" am 21. und 22. April 1946 im Admiralspalast in Berlin statt.

Was vor 80 Jahren als Akt demokratischer Willensbildung inszeniert wurde, war eine wesentliche Etappe auf dem Weg in die kommunistische Diktatur in Ostdeutschland. Aus den seit 1990 zugänglichen Archiven der DDR geht hervor, dass die Einheitspartei auf Beschluss von Stalin zustande kam und von der sowjetischen Besatzungsmacht mit Einschüchterungen und Festnahmen durchgesetzt wurde. Die SED etablierte in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), späteren DDR, eine Einparteienherrschaft. Sie regierte bis zum Sturz durch die Ereignisse des Herbstes 1989.

Die Theateraufführung findet statt im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Das graue Elend von Potsdam. Sowjetischer Haft- und Tribunalort Lindenstraße 1945–1952“, die noch bis zum 12. Juli 2026 genau jene sowjetische Nutzungsphase des Justiz- und Haftortes Lindenstraße in den Blick nimmt. Dieses Areal beschlagnahmte der sowjetische Geheimdienst im Juli 1945. Er nutzte es bis 1952 im Kontext von Entnazifizierung und der Errichtung einer neuen Diktatur stalinistischer Prägung. Der Haftort Lindenstraße diente als überregionales Sammel-, Untersuchungs- und Durchgangsgefängnis für mehr als 2.000 Männer, Frauen und Jugendliche aus über 15 Nationen Europas. Im Gerichtsaal tagten Sowjetische Militärtribunale. Sie verhängten in Prozessen, die keinerlei rechtsstaatlichen Grundsätzen entsprachen, unverhältnismäßig hohe Strafen bis hin zur Todesstrafe.

Das theater 89 ist ein professionelles freies Theater in Brandenburg, das im Mai 1989 in Berlin gegründet wurde. Es folgt einem Konzept der Aufführung selten gespielter, vergessener oder ins Abseits gedrängter Autoren.

#prowissen
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Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße präsentiert am 28. April um 18 Uhr in Kooperation mit dem theater 89, dem Brandenburger Forum für Sozial- und Demokratiegeschichte e.V. und der Historischen Kommission der SPD Brandenburg das Theaterstück über die Bildung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) aus der zwangsweisen Vereinigung von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Diese fand auf dem "Vereinigungsparteitag" am 21. und 22. April 1946 im Admiralspalast in Berlin statt.

Was vor 80 Jahren als Akt demokratischer Willensbildung inszeniert wurde, war eine wesentliche Etappe auf dem Weg in die kommunistische Diktatur in Ostdeutschland. Aus den seit 1990 zugänglichen Archiven der DDR geht hervor, dass die Einheitspartei auf Beschluss von Stalin zustande kam und von der sowjetischen Besatzungsmacht mit Einschüchterungen und Festnahmen durchgesetzt wurde. Die SED etablierte in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), späteren DDR, eine Einparteienherrschaft. Sie regierte bis zum Sturz durch die Ereignisse des Herbstes 1989.

Die Theateraufführung findet statt im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Das graue Elend von Potsdam. Sowjetischer Haft- und Tribunalort Lindenstraße 1945–1952“, die noch bis zum 12. Juli 2026 genau jene sowjetische Nutzungsphase des Justiz- und Haftortes Lindenstraße in den Blick nimmt. Dieses Areal beschlagnahmte der sowjetische Geheimdienst im Juli 1945. Er nutzte es bis 1952 im Kontext von Entnazifizierung und der Errichtung einer neuen Diktatur stalinistischer Prägung. Der Haftort Lindenstraße diente als überregionales Sammel-, Untersuchungs- und Durchgangsgefängnis für mehr als 2.000 Männer, Frauen und Jugendliche aus über 15 Nationen Europas. Im Gerichtsaal tagten Sowjetische Militärtribunale. Sie verhängten in Prozessen, die keinerlei rechtsstaatlichen Grundsätzen entsprachen, unverhältnismäßig hohe Strafen bis hin zur Todesstrafe.

Das theater 89 ist ein professionelles freies Theater in Brandenburg, das im Mai 1989 in Berlin gegründet wurde. Es folgt einem Konzept der Aufführung selten gespielter, vergessener oder ins Abseits gedrängter Autoren.

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